Unser Tipp – Reinigung der Schneidebretter

Als erstes stellt sich jeder Küchenprofi die Frage Holz- oder Plastikschneidebrett?

Schneidebretter aus Plastik sind hygienischer als Bretter aus Holz, so die weitverbreitete Meinung. Schließlich vertragen Plastikbretter einen Geschirrspülgang bei hohen Temperaturen. Für einen gewissen Zeitraum können Sie so alle Keime abtöten, die sich beim Schneiden von Fleisch oder Gemüse ablagern.

Doch es wurde bewiesen das Holzbrettern eine antibakterielle Wirkung haben. Wissenschaftler haben demnach herausgefunden, dass die Tannine, also Gerbsäuren, die in Holzarten wie Kiefer, Fichte, Ahorn und Buche enthalten sind, für einen gewissen Zeitraum keimabtötend wirken. Die beste Wirkung zeigte sich dabei bei Kiefernholz.

Gründliche Reinigung für Holzbretter

Trotz ihrer antibakteriellen Wirkung müssen Sie aber auch Schneidebretter aus Holz reinigen. Wenn Sie Holzbretter benutzen, um stark riechende oder besonders färbende Lebensmittel zu verarbeiten, sollten Sie diese unmittelbar nach der Verwendung sofort unter kaltem Wasser und anschließend mit heißem Wasser abspülen. Um danach effektiv Keime zu bekämpfen, bürsten Sie das Holz in Richtung der Maserung mit Essig, Geschirrspülmittel, Soda oder Kochsalz ab.

Gerüche entfernen:

Ein Schuss Essig – dieser beseitigt Gerüche und hartnäckige Verschmutzungen, die fest sitzen. Auch Keime werden so reduziert. Doch Achtung: Wer es mit dem Essig zu gut meint, riskiert dann einen neuen starken Geruch.

Immer trocknen lassen:

Holzbretter sollten von allen Seiten Luft kriegen und stets an der Luft trocknen.  Denn wenn sie lange feucht bleiben, wird die Entwicklung der Bakterien gefördert. So kann das feuchte Brett z.B. mit der Kante auf eine Trockenunterlage gestellt und gegen die Wand gelehnt werden.

Eine gründliche Öl-Kur:

Mithilfe eines weichen Tuchs oder nur mit etwas Küchenpapier wird das Brett rundherum mit einem geruchsneutralen Öl eingerieben. Überschüssiges Öl muss hinterher mit einem sauberen Tuch wieder abgenommen werden. Danach kann sich das Brettchen wirklich sehen lassen, denn das Holz glänzt und sieht robust und gestärkt aus.

Das richtige Öl:
Um das Holzbrett richtig zu ölen, bietet sich entweder ein einfaches Speiseöl (z.B. Raps) als auch ein lebensmittelechtes Holzöl an, die keine negativen Effekte auf die Gesundheit ausüben. Wer hier auf das Budget achten muss, sollte sich am besten im Supermarkt nach einem preiswerten Speiseöl umsehen.

Dadurch verhindern Sie, dass das Holz spröde wird und Keime tiefer ins Holz eindringen können. In regelmäßigen Abständen sollten Sie Holzbretter, auf denen Sie Fleisch schneiden, zusätzlich abschleifen lassen oder selber abschleifen. Verwenden Sie hierfür beispielsweise eine Messingbürste oder einen Bandschleifer. Anschließend mit Schleifpapier glätten und gründlich abspülen. Praktischer Tipp: Auch Verfärbungen auf Holzbrettern können Sie mit Schleifpapier ganz einfach entfernen.

Zitronensaft und Salz:

Das Brett mit ordentlich Salz gleichmäßig bestreuen und dann mit dem Saft einer halben Zitrone gründlich einmassieren. Nach einer kurzen Einwirkzeit von ein paar Minuten, sollte alles wieder abgespült werden. Auf diese Weise werden nicht nur Essensreste beseitigt, sondern auch Gerüche gebunden und Keime abgeschreckt. Danach sollte das Schneidebrett auf alle Fälle wieder eingeölt werden. Keime effizient abtöten:
Natron gilt als wahrer Keimkiller – mit nur einem halben Löffel werden die meisten Keime abgetötet. Auch hier ist der Vorteil, dass Natron ganz einfach im Supermarkt bei den Backzutaten zu finden und in der Regel auch gar nicht teuer ist.

Plastik-Schneidebretter reinigen

Plastikbretter bekommen Sie am besten hygienisch sauber, wenn Sie sie bei hohen Temperaturen in der Geschirrspülmaschine reinigen. Beachten Sie jedoch, dass der keimtötende Effekt hoher Temperaturen nur über einen gewissen Zeitraum anhält. Sind zu tiefe Einschnitte in dem Brett, trocknen diese nicht mehr richtig und bieten den idealen Nährboden für Bakterien.

Wenn Sie die Schneidebretter reinigen, gibt es also selbst nach einem Geschirrspülgang keine Hygiene-Garantie. Entsprechend empfiehlt es sich, auch Plastikbretter regelmäßig mit einer sogenannten Ziehklinge abzuziehen, um die Einschnitte zu glätten und Keimen keine Chance zu geben.

Grundsätzlicher Tipp beim Gebrauch von Schneidebrettern:

Verarbeiten Sie auf einem Schneidebrett, auf dem Sie rohes Fleisch zubereitet haben, niemals Lebensmittel, die Sie anschließend nicht mehr abkochen oder anderweitig garen wollen. Andernfalls können gefährliche Keime wie Salmonellen auf Salat oder andere Rohkost gelangen. Empfehlenswert ist es daher, grundsätzlich zwei Bretter zu verwenden und jeweils entweder nur für die Verarbeitung von Fleisch oder von Gemüse einzusetzen.

Verfärbungen entfernen Sind die Schneide- und Küchenbretter durch Lebensmittel wie Rote Bete oder Rotkohl verfärbt, können Sie diese einfach reinigen: Mischen Sie Zitronensaft und Backpulver zu einem Brei zusammen und verteilen Sie es auf der verfärbten Stelle. Prüfen Sie nach ein paar Minuten, ob die Verfärbung noch vorhanden ist. Wenn ja, sollten Sie das Gemisch noch etwas auf der Stelle lassen. Andernfalls können Sie das Brett wie gewohnt abwaschen und nutzen.

Bei Verfärbungen durch Tomaten reicht hingegen ein anderer, einfacher Trick: Legen Sie das Brett in das Sonnenlicht. Die UV-Strahlen hellen das Brett wieder auf. Dieser Trick funktioniert auch bei Vorratsdosen und Co.

 

Viel Erfolg beim Testen!