Gutes aus der Tiefkühltruhe saisonal unabhängig

Wer sich gesund ernähren möchte verzichtet oft komplett auf Tiefgefrorenes. Dabei gibt es grosse Unterschiede und manches aus der Tiefkühltruhe hat seinen schlechten Ruf zu Unrecht. Im Gegenteil! Lesen Sie hier auf welche Produkte Sie in Zukunft gerne öfter zurückgreifen können.

Fertiggerichte wie Pizza, Pommes, frittiertes und paniertes Fleisch, Lasagne und Rahmgemüse sind Bestseller im Supermarkt. Gerichte wie diese gehören maximal in Massen zu einer ausgewogenen Ernährungsweise und sollten tatsächlich selten in Ihrem Einkaufswagen landen. Aber daneben finden Sie in der Tiefkühltruhe auch naturbelassenes Gemüse, Obst und Kräuter. Sie sind bereits gewaschen, klein geschnitten und müssen nur noch zubereitet werden. Dennoch hält sich das Gerücht, dass diese Lebensmittel weniger gesunde Inhaltsstoffe aufweisen als frisches Obst und Gemüse. Frische Ware hat von der Ernte auf dem Feld bis zur Zubereitung bei dem Endverbraucher oftmals einen langen Weg hinter sich. Besonders auf den Vitamingehalt wirkt sich eine lange Lagerung negativ aus. So verringert sich der Vitamingehalt durch Licht, Sauerstoff und vor allem Wärme deutlich. Gemüse, das tiefgefroren verkauft wird, wird direkt nach der Ernte kurz blanchiert und anschliessend schockgefrostet. Dadurch wird der Vitaminabbau gestoppt und die wertvollen Inhaltsstoffe bleiben erhalten. Dank des schnellen Gefrierens bleibt zudem auch die Farbe und Struktur gut erhalten und es gibt praktisch keine Qualitätseinbussen. Tiefkühlgemüse ist grösstenteils bereits klein geschnitten und Sie sparen sich so Zeit bei der Zubereitung. Durch die lange Haltbarkeit können Sie sich einen Vorrat an Obst und Gemüse in der Tiefkühltruhe anlegen und müssen auf diese Weise nicht so oft einkaufen gehen. Tiefgekühltes Obst und Gemüse gibt es zunehmend auch in Bio-Qualität.
Wer darauf Wert legt, saisonal zu essen, hat – ein bisschen überspitzt gesagt – im Winter beinahe nur Kohl als Gemüsebeilage. Tiefgekühltes Obst und Gemüse ist hingegen lange haltbar und Sie können es ausserhalb der Erntesaison mit gutem Gewissen geniessen. Nutzen Sie das auch bei Rezepten aus der eBalance Datenbank. Gemüse wie zum Beispiel Spinat, Bohnen, Erbsen, Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi, Rosenkohl, Rhabarber und Suppengemüse bekommen Sie das ganze Jahr über tiefgefroren. Auch die Auswahl an Obst aus der Tiefkühltruhe steigt, so gibt es unter anderem Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, Beerenmischungen, Brombeeren, Aprikosen aber auch Mango, Pflaumen und Kirschen.

Worauf Sie achten sollten

Lesen Sie die Zutatenliste immer genau. Wie auch im Allgemeinen gilt auch hier die Regel: „Je kürzer, desto besser!“. Bei tiefgekühltem Gemüse sollte am besten nur das Gemüse selbst auf der Zutatenliste stehen, Kräuter und Gewürze schaden natürlich auch nicht. Zusatzstoffe, Salz, Fett und Sahne sollten nicht beigemischt sein. Bei Obst sollten Sie besonders darauf achten, dass kein Zucker zugesetzt wurde. Vor dem Einkauf können Sie die Tiefkühlpackung leicht schütteln, das Gemüse oder Obst sollte dabei locker sein und „klappern“. Wenn es nicht „klappert“, war es schon mal angetaut und ist nun zu einem Brocken zusammengefroren.

Die meisten Supermärkte sind so aufgebaut, dass die Tiefkühltruhen kurz vor der Kasse stehen. Das ist auch gut so, denn die Kühlkette sollte nur so kurz wie möglich unterbrochen werden. Nutzen Sie daher für den Transport nach Hause eine Isoliertasche. Wenn Sie die Lebensmittel nicht sofort weiter verarbeiten, frieren Sie es zu Hause unmittelbar wieder ein.

Dipl. Ökotrophologin, Nina Kabour, 01.2017